Kaloriensteuer gegen Fettleibigkeit und Krankheiten

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Kaloriensteuer gegen Fettleibigkeit und Krankheiten

Gesundheitsverbände fordern eine Kaloriensteuer

Kaloriensteuer vs. Junk Food

Kaloriensteuer vs. Junk Food by Iamnee @freedigitalphotos.net

Das hört sich an wie eine gute Idee! Warum sollen nicht auf Produkten, die unterm Strich die öffentlichen Kassen belasten, zusätzliche Kaloriensteuern erhoben werden!? Eine Kaloriensteuer auf Junkfood, Süßigkeiten, Softgetränke und andere Lebensmittel, die dem Konsumenten mehr schaden als nutzen ist vor allen Dingen mal ein Ansatz, bei dem diejenigen, die schlechte Entscheidungen treffen, die Misere auch mitbezahlen (wie z.B. Raucher).

Es macht auch Sinn, dass die Deutsche Diabetes Gesellschaft die Forderungen unterstützt, denn nicht nur, dass unsere Gesellschaft zu mehr als der Hälfte zu fett ist (an Übergewicht leidet), es kommen zu aktuell erschreckenden 6 Mio. Diabetisfällen in Deutschland jährlich 250.000 neue hinzu.

Fraglich ist wie immer der Erfolg einer solchen Steuer, so lange sie keinen Prohibitivcharakter hat, das sieht man am ehesten bei den Steuern auf Alkohol, Zigaretten und Benzin. In mehreren Ländern (u.a. Frankreich, Finnland, Ungarn) gibt es bereits eine sogenannte “Zucker-Fettsteuer”. Nahrungsmittel, die von Zucker, Fett oder beidem einen übermäßigen Energieanteil enthalten, können nachweislich mit der Ausbreitung der Zivilastionskrankheiten, die mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden, in Verbindung gebracht werden.

Wer wird nun lauter gegen die Einführung einer solchen Steuer votieren? Die Konsumenten mit Ihrem Recht auf einen ungesunden Lebenswandel zu Ungunsten der Allgemeinheit, oder die Nahrungsmittelproduzenten und Junkfoodliefereanten, mit dem Recht, die Gesellschaft aus Profitstreben langsam zu vergiften?

Ein weiterer interssanter Punkt, der dabei in die Diskussion eingebracht wird, ist die steuerliche Begünstigung gesunder Lebensmittel. Das wäre doch mal eine Förderung, die Sinn macht und den Bauern, Verarbeitern und Produzenten von Bionahrungsmitteln, Gemüsen und Früchten einen Vorteil verschafft, der nicht wieder über Fördergelder den Steuerzahler an sich belastet. Fraglich ist natürlich, was mit den Mehreinnahmen aus einer solchen Steuer geschieht. Werden damit Finanzierungslücken gestopft (wie bei der Tabaksteuer) oder sollte die Kaloriensteuer nicht besser dem Gesundheitswesen direkt zugutekommen.

Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die Volksrepräsentanten sich bei allen Koalitionsgipfeln und Verhandlungen ab und an mal des gesunden Menschenverstandes jenseits von Mehrheitsverhältnisse und Positionsgerangel bemühen könnten. Hier liegt ein Lösungsansatz auf dem Tisch, der natürlich wieder mit Lobbyistengerangel ad absurdum geführt werden kann, der aber auch eine große Chance für die Bevölkerung bedeutet. Verantwortung übernehmen und Chancen erkennen!

Gesundheit tut Not – Mit gesundem Essen fängt Gesundheit an!

By | 2019-05-04T11:03:24+00:00 November 22nd, 2013|Allgemeines, Ernährung, Gesundheitsrecht|0 Comments

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